In den vergangenen Jahren haben sich die Bankangestellten einen Ruf in Sachen Protest-Bereitschaft erarbeitet (FONDS professionell ONLINE berichtete). Am Dienstag (10. März) starten die diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen für die etwa 73.000 Angestellten der österreichischen Kreditwirtschaft, und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) schickt schon voraus, dass es auch heuer wieder hart werden könnte.

Die am Tisch liegenden Forderungen lauten gemäß einer Aussendung: "eine nachhaltige, lineare Erhöhung der Gehälter und einen zusätzlichen bezahlten Freizeittag". "Nach zwei Rekordjahren reiht sich der Gewinn 2019 als dritthöchster Gewinn in der Zeitreihe von 1995 ein", heißt es. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Banken seien mit einem Jahresgewinn 2019 von 4,82 Milliarden Euro "sehr robust". "Sie rechtfertigen eine kräftige Erhöhung der Gehälter", so der Verhandlungsleiter der GPA-djp, Wolfgang Pischinger.

Der Druck auf die Beschäftigten werde höher, weil die Aufgaben auf immer weniger Personal verteilt werden. "Deshalb fordern wir auch einen zusätzlichen bezahlten Freizeittag für alle Kolleginnen und Kollegen als Ausgleich für die stetig steigende Arbeitsbelastung", so Pischinger. (eml)