Nur wenige Fondsgesellschaften haben sich bislang dem Ziel verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2050 unter dem Strich in ihren Portfolios auf null zu senken. Dies zeigt eine Analyse des Ratinghauses Morningstar. Demnach sagten nur neun von den 43 untersuchten Asset Managern zu, 100 Prozent des von ihnen verwalteten Vermögens auf die angestrebte Netto-Null zu bringen. 15 Fondsgesellschaften verpflichteten sich, weniger als 50 Prozent des verwalteten Vermögens auf die Vermeidung von Emissionen zu trimmen.

Die Analyse fußt auf dem Fortschrittsbericht der Net Zero Asset Managers Initiative. In der Gruppe haben sich Investmenthäuser zusammengeschlossen, die die Senkung klimaschädigender Abgase fördern wollen. Die Klimaschutzziele der Branche ringen aber noch mit Startschwierigkeiten, berichtet Hortense Bioy, Direktorin für globales Nachhaltigkeitsresearch bei Morningstar. "Ein breites Spektrum von Ansätzen zur Festlegung von Netto-Null-Zielen hat zu einem unterschiedlichen Engagement der Manager geführt, was die Investoren verwirrt."

"Ermutigende" Ergebnisse
Gleichwohl seien die ersten Ergebnisse "ermutigend", so Bioy. Mehr als 80 der 273 Unterzeichner hätten bereits Zwischenziele angekündigt, obwohl die Net Zero Asset Managers Initiative erst vor 18 Monaten ins Leben gerufen wurde. "Wir hoffen, ein höheres Gesamtengagement zu sehen, wenn die nächste Welle von Managern ihre Ziele veröffentlicht", meint die Morningstar-Analystin. (ert)