Klimabündnis von Asset Managern: Teilausstieg der DWS
Die Klimainitiative der Asset Manager wagt ein Jahr nach dem Ausstieg von Blackrock einen Neuanfang. Die DWS ist aber nicht in voller Stärke dabei, die US-Einheiten wurden zurückgezogen.
Die DWS hat ihre US-Tochtergesellschaften aus der grünen Investoreninitiative Net-Zero Asset Managers (NZAM) zurückgezogen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf die am Mittwoch (25.2.) nach dem Neustart von NZAM veröffentlichte Liste von Unterzeichnern der Initiative. Demnach verpflichteten sich nur noch "bestimmte europäische Rechtseinheiten" des DWS-Konzerns den Klimazielen der Initiative. Zuvor war die gesamte Konzerngruppe Teil des Bündnisses gewesen.
Eine Sprecherin der DWS erklärte den Teilrückzug auf Anfrage der Wirtschaftszeitung mit komplexeren regulatorischen Anforderungen beim Thema Nachhaltigkeit und einer wachsenden "Anti-ESG-Stimmung" in Teilen der Welt. Der Asset Manager hatte seine Nachhaltigkeitsstrategie bereits 2025 geändert und betont, auch Anlagestrategien umzusetzen, die konventionelle Ziele haben.
Initiative pausierte auf Druck der USA
Die NZAM-Initiative war ursprünglich gestartet, den Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft bis zum Jahr 2050 zu unterstützen. Im Zuge der politischen Entwicklung in den USA hatte aber unter anderem der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock Anfang 2025 das Bündnis verlassen. Daraufhin hatte die Initiative ihre "Aktivitäten zur Verfolgung der Umsetzung und Berichterstattung der Unterzeichner" ausgesetzt.
Nach der nun erfolgten Wiederaufnahme der Arbeit zählt die NZAM-Initiative nur noch mehr als 250 Unterzeichner. Vor eineinhalb Jahren waren es noch 325, wie das "Handelsblatt" berichtet. Vor allem US-Firmen zogen sich zurück, nur noch zwölf sind aktuell dabei – vor der Pause waren es 44. Sie stehen unter Druck, da die Behörden ihnen etwa vorwerfen, sich unerlaubt zusammengeschlossen zu haben, um so die Kohleproduktion zu senken. (jb)




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