KI-Fondsselektor investiert rechtzeitig in Ölaktien
Kann eine künstliche Intelligenz vielversprechende Fonds auswählen und sie zu einem sinnvollen Portfolio kombinieren? Um dieser Frage nachzugehen, gibt FONDS professionell ONLINE monatlich Einblicke in ein Depot, das der LAIC Advisor des Hamburger Asset Managers Laiqon bestückt.
Die LAIC Vermögensverwaltung, eine Tochterfirma des börsennotierten Asset Managers Laiqon, hat einen KI-gesteuerten Algorithmus entwickelt, der kundenindividuelle Wertpapierportfolios konstruiert. Zum Einsatz kommt dieser "LAIC Advisor" unter anderem bei der fondsgebundenen Vermögensverwaltung des Hauses. Damit taugt die Software als Praxisbeispiel dafür, was eine KI in diesem Bereich bereits zu leisten imstande ist.
FONDS professionell ONLINE und Laiqon haben sich deshalb zu einer (nicht bezahlten oder anderweitig honorierten) Zusammenarbeit entschlossen: Der LAIC Advisor steuert ein Depot für einen fiktiven Kunden mit langjährigem Anlagehorizont und mittlerer Risikoneigung. Diese Strategie, "Dynamic 60" genannt, kommt auch in echten Depots zum Einsatz. Die Redaktion dokumentiert seit dem Sommer 2024 monatlich, was im Beispielportfolio passiert – unabhängig davon, ob die jüngste Performance überzeugen konnte oder nicht.
Lohnendes Investment in den MSCI World Energy
Mit Blick auf die Auswertung für den Februar sticht insbesondere eine Anlageempfehlung der Laiqon-KI ins Auge: Am 6. Februar legte der LAIC Advisor den Xtrackers MSCI World Energy UCITS ETF ins Beispieldepot. Der entsprechende Index wird dominiert von Aktien aus der Ölbranche, die zuletzt enorm vom rasant gestiegenen Rohölpreis profitierten. Ende Februar war der Xtrackers-ETF das siebtgrößte Investment im Portfolio (siehe die Auflistung mit den größten Holdings in der Bilderstrecke oben). Durch den Kursanstieg seit Anfang März dürfte diese Position seither weiter an Bedeutung gewonnen haben.
Weniger gut getan hat dem Depot in den turbulenten Tagen seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs dagegen ein anderes Investment: Bereits seit Mitte August vergangenen Jahres liegt der Franklin FTSE Korea UCITS ETF im Portfolio – eigentlich eine sehr gute Wahl, schließlich gehörte die Börse in Seoul monatelang zu den stärksten Aktienmärkten der Welt. Auch im Januar und Februar trug dieser ETF maßgeblich zur guten Performance des Beispieldepots bei, wie die Attributionsanalyse zeigt. Anfang März allerdings kippte die Stimmung in Seoul, der Leitindex Kospi verbuchte den höchsten Tagesverlust seiner Geschichte. Gut möglich also, dass dieser ETF im März deutliche Bremsspuren im Portfolio hinterlassen wird. (bm)
Nähere Erläuterungen zur Grundlage der Laiqon-KI, ihrer Arbeits- und Funktionsweise finden Sie hier im Beitrag zum Auftakt der Kooperation.















