Junge Menschen haben hohe Ansprüche an ihre Bank – und offenbar können die meisten Geldinstitute diese nicht erfüllen: Mehr als 40 Prozent der 16- bis 24-Jährigen in Deutschland sind mit dem Service ihrer Bank unzufrieden, zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung Eurogroup Consulting (EGC). Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Jeder zweite Befragte gab zu Protokoll, ein neutrales, distanziertes oder misstrauisches Verhältnis zu seiner Bank zu haben. Daran dürfte auch der Fokus auf digitale Dienstleistungen nichts ändern: Rund 70 Prozent misstrauen digitalen Anlageberatern, sogenannten Robo Advisors, und würden diese nicht zur Anlageberatung nutzen. Ebenso würden sie die Assistenten Siri oder Alexa nicht für Überweisungen nutzen wollen.

Junge Menschen erwarten Respekt
Tatsächlich legen viele jungen Kunden noch immer Wert auf persönliche Beratungund Kontakte vor Ort: 43 Prozent aller Befragten wickeln ihre Bankgeschäfte am liebsten in der Filiale ab. Von ihrer Hausbank wünschen sie sich vor allem gute Öffnungszeiten und reibungslosen Service.

Außerdem erwarten junge Menschen einen respektvollen Umgang. "Sie wollen von den Bankmitarbeitern ernst genommen werden und nicht als Kunden zweiter oder dritter Klasse behandelt werden, weil sie zum jetzigen Zeitpunkt noch kein großes Vermögen besitzen", sagt Michael Matt, Partner bei EGC. (fp)