JP-Morgan-Vorstandschef Jamie Dimon erhöht den Druck auf seine Mitarbeiter, sich endlich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Für Angestellte der führenden US-Bank gilt ab sofort de facto eine betriebsinterne Impfpflicht: "Um ins Büro zu kommen, müssen Sie geimpft sein. Und wenn Sie nicht geimpft sind, dann dürfen Sie nicht ins Büro. Und dann wir werden Sie nicht bezahlen, wenn Sie nicht aus dem Büro heraus arbeiten", zitiert das "Handelsblatt" Dimon aus einem "CNBC"-Interview. 

Diese Regelung gilt insbesondere für die neun New Yorker Niederlassungen, wo Dimon die Mitarbeiter schon vor geraumer Zeit wieder zur Präsenzarbeit verpflichtet hat. Bei anderen Standorten außerhalb des Financial District hält die Bank die Regeln variabel, je nachdem, welche Situation und Gesetzeslage gerade in dem jeweiligen Bundesstaat vorherrschen. 97 Prozent der JP-Morgan-Mitarbeiter sind ohnehin bereits geimpft, berichtet das "Handelsblatt". In den USA war es Arbeitgebern von Anfang an gestattet, den Impfstatus ihrer Angestellten zu überprüfen und eigene Regeln für die Büros aufzustellen.

Citigroup macht die Spritze ebenfalls zur Pflicht
Ähnlich streng wie bei JP Morgan geht es bei anderen Wall-Street-Banken zu. So hat die Citigroup ihren Mitarbeitern unlängst das Ultimatum gestellt, bis Freitag (14.01.) doppelt geimpft sein zu müssen. Wer dem nicht nachkommt, muss ab kommender Woche in den unbezahlten Urlaub gehen und wird anschließend zum Monatsende gekündigt. Angestellte mussten unterzeichnen, dass sie nicht gerichtlich gegen diese Vorschrift vorgehen – andernfalls entfällt ihr Anspruch auf eine Bonuszahlung am Jahresende. (fp)