Der Sparkurs der Deutschen Bank könnte das Geschäft im eigenen Land härter treffen als bisher angenommen. Rund die Hälfte der 18.000 Stellen sollen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hierzulande dem Rotstift zum Opfer fallen. Besonders viele Arbeitsplätze will Deutschlands größtes Geldhaus demnach im Privatkundengeschäft abbauen.

Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" dürften aber weniger die Filialen betroffen sein, als vielmehr die zuarbeitenden Abteilungen wie zum Beispiel die IT. Die Deutsche Bank ließ die Zahl am Dienstag unkommentiert. Ein Sprecher der Bank betonte aber, das Institut plane derzeit keinen Stellenabbau über die schon bekanntgegebenen Pläne hinaus.

Radikalkur für Kriseninstitut
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewig verordnete dem kriselnden Institut im Frühjahr eine Radikalkur, nachdem die Fusionsgespräche mit der Commerzbank geplatzt waren. Dabei stellte er klar, dass auch in Deutschland substanziell Arbeitsplätze wegfallen werden, weil die Bundesrepublik der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank sei. Details nannte er nicht. Mit Arbeitnehmervertretern einigte sich das Geldinstitut Ende Juni darauf, im Zuge der Integration der Postbank rund 2.000 Stellen im deutschen Privatkundengeschäft bis Ende kommenden Jahres zu streichen. (fp)