Rund 35 Prozent der Beschäftigten bei privaten Banken in Deutschland glauben, dass die Digitalisierung die langfristige Arbeitsplatz-Sicherheit in den nächsten zwei Jahren verschlechtern wird. Das zeigt eine Umfrage des Arbeitgeberverbands AGV Banken, die Bloomberg vorliegt. Vor vier Jahren waren es 31 Prozent.

Die Befürchungen sind nicht unbegründet, meint Sven Krämer, Partner bei der Beratungsfirma ZEB in Münster. In der Regel führe der digitale Wandel "an vielen Stellen in Banken zu veränderten Anforderungen an die Fähigkeiten der Mitarbeiter", so der Experte. "Bei Aufgaben mit einem hohen Grad an Routinearbeiten ist dauerhaft mit einem Abbau zu rechnen." Gleichzeitig steige der Bedarf an Leuten mit IT-Fähigkeiten.

Auch positive Aspekte
Doch aus Sicht der Mitarbeiter bringt die Digitalisierung der Umfrage zufolge nicht nur Negatives. Immerhin 49 Prozent versprechen sich in den nächsten zwei Jahren eine Verbesserung bei der Wahl des Arbeitsorts – vier Jahre zuvor lag der Wert noch bei 45 Prozent. (mb)