Die JDC Group ist dabei, eine schon vor einiger Zeit gemachte Ankündigung in die Tat umzusetzen: Die Übernahme eines direkten Mitbewerbers. Der börsennotierte Finanzdienstleister, zu dessen Töchtern der Maklerpool Jung, DMS & Cie. gehört, schreibt in einer Pressemitteilung, dass eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet worden sei. Der Name des anderen Pools wird nicht genannt – nur so viel wird enthüllt: Dass er einen zweistelligen Millionenumsatz erwirtschafte. 

"Nachdem wir neben Albatros mit Comdirect und BMW weitere Großkunden gewinnen konnten, steht uns jetzt ein Meilenstein im anorganischen Wachstum bevor. Wir wollen die größte Transaktion unserer Unternehmensgeschichte durchführen und damit die Konsolidierung des Marktes vorantreiben“, sagt Sebastian Grabmaier, Vorstandschef der JDC Group, der jüngst die Wachstumspläne seines Unternehmens, darunter auch Übernahmen, im Detail erläuterte. "Maklerplattformen haben erhebliche Synergien, sowohl im Einkauf als auch in den Kosten. Diese Vorteile werden wir heben und damit das Kapital für weiteres Wachstum und Innovationen frei machen." 

Die Transaktion, die bis Ende März 2019 unter Dach und Fach sein soll, stehe natürlich noch unter Vorbehalt des Abschlusses eines entsprechenden Kauf- und Übertragungsvertrages und der Zustimmung verschiedener Gremien. Die Finanzierung soll mit dem bereits im August eingeworbenen Eigenkapital und Fremdkapital erfolgen.

Deutliches Umsatzwachstum im bisherigen Jahresverlauf
Gleichzeitig hat die JDC Group, die auch in Österreich aktiv ist, die Quartalszahlen für das dritte Quartal beziehungsweise seit Jahresbeginn bekannt gegeben. Demnach stieg der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2018 deutlich um rund zwölf Prozent auf 66,4 Millionen Euro gestiegen. Zwischen Juli und September legte der Umsatz im Quartalsvergleich sogar um fast 14 Prozent auf 21,9 Millionen Euro zu.

Zur Vorbereitung auf die anstehende Vervielfachung des verwalteten Vertragsvolumens wurde weiter erheblich in die IT - und Abwicklungsplattform investiert. Folglich verringerte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in den ersten neun Monaten auf 1,95 Millionen Euro (9M 2017: 2,3 Mio. Euro). Im dritten Quartal 2018 sank das Ebitda auf -69.000 Euro (Q3 2017: 573.000 Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) beträgt nach neun Monaten -189.000 Euro (9M 2017: -30.000 Euro). Im Quartalsvergleich verringerte sich das EBIT auf -842.000 Euro (Q3 2017: -189.000 Euro). (jb)