Die ING Österreich lockt vom Kreditvergleich entnervte Immobilienkäufer mit einem Angebot, das nach gewohnter Direktbank-Manier eine reduzierte und vor allem vereinheitlichte Gebührenstruktur vorsieht: Kunden entscheiden sich für eine Zinsvariante (fix oder variabel) und erhalten dann bei gleichen Eigenmittelvoraussetzungen und Laufzeiten jeweils die gleichen standardmäßig vorgesehenen Kreditkonditionen. Bonitätsabhängige Zuschläge entfallen. Alle bekommen das gleiche Angebot, "nicht nur die, die gut verhandeln können", so ING Österreich-CEO Barbaros Uygun.

Die mögliche Gebührenliste – oft ein Fallstrick beim Kreditvergleich – bleibt kurz: Es gibt laut Aussendung keine Bearbeitungsgebühren, Schätz- oder Kontoschließungskosten, und es wird kein Abschluss einer Lebensversicherung verlangt. Beim "Wohnkredit Plus" entspreche der Nominal- nahezu dem Effektivzinssatz, heißt es. Finanziert werden Kreditsummen zwischen 50.000 und 500.000 Euro. Es könnte damit auch ein teurerer Kredit umgeschuldet werden.

Die Laufzeit liegt bei fünf bis 40 Jahren. Das Höchstalter bei Finanzierungsende liegt derzeit bei 75 Jahren, sagt ein Sprecher.

Zusammenarbeit mit Maklern - Ausbau geplant
Der Kredit kann allerdings nicht direkt über die Homepage abgeschlossen werden. Das Handling übernehmen externe Vermittler, so der Sprecher. Man arbeite mit unabhängigen Kreditvermittlern zusammen, unter anderem mit Interhyp und Infina. "Wir weiten aber auch unser Netzwerk laufend aus", heißt es auf Anfrage. Die Makler seien unabhängig und verpflichtet, dem Kunden neben dem ING-Angebot mehrere Vergleichsangebote anderer Banken vorzulegen. (eml)