Die Infina Credit Broker GmbH hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein Kreditvolumen von 720 Millionen Euro vermittelt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies laut einer Aussendung mehr als eine Verdoppelung und ein Rekordwert für das Unternehmen.

"Die vergangenen Monate waren für alle Marktteilnehmer eine große Herausforderung", sagt Christoph Kirchmair, Sprecher der Geschäftsführung von Infina. Einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum trotz Krise hätten die laufenden Investitionen in die Technologisierung des Geschäftsmodells geleistet. Elemente wie digitale Signatur oder Videoberatung hätten das Kreditvolumen erhöht und "gewaltige Produktivitätssteigerungen" gebracht, heißt es. Insbesondere die Implementierung eines "Bankenworkflows" und einer Produktsuche habe im Jahr 2020 das Geschäft vorangetrieben.

Plattform Profin wird ausgebaut
Infina ist als Beratungsunternehmen und Kreditvermittler tätig, zudem als Service- und Softwareanbieter für Vermittler über die Plattform Profin. Diese Plattform, die sich rein an den Vertrieb richtet, werde gerade ausgebaut: Ein Produkt-Assistent, der nach Angaben des Unternehmens 220 Kreditprodukte digital abbildet, befinde sich in der Testphase. Er soll Beratern eine höhere Umsetzungsquote bringen und damit mehr Provisionsertrag. Auch werde auf der Plattform Profin für Vermittlerorganisationen "ein eigenständiger Mandant" geschaffen, eine White Label-Lösung, die sich im Inhalt und im Markenauftritt den Vorgaben des jeweiligen Partners anpasst.

Infina sieht sich als größter Banken-unabhängiger Kreditvermittler im Land. Neben zwei Standorten in Innsbruck und Wien nutzen nach eigenen Angaben mehr als 400 Vertriebspartner (davon gut 90 Infina-Verbundpartner sowie ein Corporate-Partner) die Immobilien-Kreditplattform Profin für die Abwicklung und Aufbereitung von Finanzierungen. Das Neugeschäftsvolumen im Jahr 2019 belief sich laut Firmenangaben auf knapp eine Milliarde Euro. (eml)