Die Immofinanz hat heute, Mittwoch, ein Übernahmeangebot an die S Immo-Aktionäre veröffentlicht. Details gehen aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor: Die Immofinanz bleibt bei ihrem Angebotspreis, der nach Kritik von Aktionärsvertretern im März von 18,04 auf 22,25 Euro je S Immo-Anteilschein angehoben worden war.

Die Immofinanz, die bereits 26,49 Prozent an der S Immo hält, hatte Mitte März ein Übernahmeangebot für die restlichen Anteile angekündigt. Es folgte eine Prüfung der Angebotsunterlage durch die Wettbewerbskommission. Diese gab nach einer Änderung der Unterlage am 17. Mai grünes Licht.

Angebotsfrist bis 16. Juli
Aktionäre können das Angebot vom 19. Mai 2021 bis zum 16. Juli 2021 annehmen. Als Bedingung stellt die Immofinanz, dass das Höchststimmrecht bei der S Immo fällt. Momentan hat kein Aktionär mehr als 15 Prozent der Stimmrechte, auch wenn sein Anteil höher ist. S Immo ist ihrerseits mit 13,4 Prozent an Immofinanz beteiligt.

Voraussetzung für den Deal ist weiters, dass die gesetzliche Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus eine Aktie der ausstehenden S Immo-Aktien erreicht wird. Der Angebotspreis ist cum-dividend zu verstehen: Er würde um eine etwaige Dividende reduziert werden, die bis zur Abwicklung eines Angebots ausgeschüttet würde. Die S Immo-Aktie hat sich an der Wiener Börse nach flauen Vortagen bereit am Montag von gut 21,40 auf rund  21,90 Euro verteuert.

WKStA prüft Anzeige
Die Meldungslage im Umfeld der Immofinanz dürfte weiter hoch bleiben. Die Tageszeitung "Der Standard" berichtete vor einigen Tagen, dass die WKStA einer anonymen Anzeige nachgeht, wonach Immofinanz-Chef Ronny Pecik Teil eines geheimen Aktionärskreises sein soll, der gegen die Interessen anderer Teilhaber agiere. Die WKStA prüfe auf Vorliegen eines Anfangsverdachts. Es gilt die Unschuldsvermutung. Pecik weist die Vorwürfe zurück. (eml)