Der österreichische Immobilieninvestmentmarkt hat sich auch im Jahr 2021 trotz der anhaltenden Herausforderungen, die von der Corona-Pandemie ausgingen und die sowohl für private als auch für institutionelle Investoren ein schwieriges Umfeld darstellten, als Krisenresistenz präsentiert. Laut den Experten von EHL Immobilien wurden 2021 hierzulande Immobilien im Wert von 4,55 Milliarden Euro gehandelt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen signifikanten Anstieg von 30 Prozent.

"Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und der weiterhin vergleichsweise unattraktiven Alternativanlagen in festverzinsliche Wertpapiere, haben viele Investoren ihr Immobilienengagement wieder hochgefahren und trotz der widrigen allgemeinen Rahmenbedingungen kräftig investiert. Zwar kam es pandemiebedingt auch 2021 zu wesentlichen Verzögerungen in der Abwicklung von Transaktionen durch Restriktionen bei Reisen, persönlichen Terminen etc., jedoch haben sich die Investoren und Verkäufer im Laufe des Jahres auf diese Situation immer besser einstellen und einen guten Abwicklungsmodus für die Transaktionen finden können", berichtet EHL in einer aktuellen Aussendung. 

Vor dem Hintergrund der starken Transaktionstätigkeit im zu Ende gehenden Jahr 2021 konnte auch EHL selbst eine neue Rekordmarke an begleitetem Transaktionsvolumen in Höhe von 1,42 Milliarden Euro erzielen, was laut eigenen Angaben einem Marktanteil von 31 Prozent im Investmentbereich entspricht. "Die Spitzenrenditen sind in nahezu allen Anlageklassen im Jahresvergleich weiter gesunken und haben historische Tiefstände erreicht. Gerade im Top-Segment übersteigt die Nachfrage das Angebot bei weitem und es ist auch für das kommende Jahr mit steigenden Preisen zur rechnen", so Markus Mendel, Geschäftsführer der EHL Investment Consulting.

Enwicklung des Transaktionsvolumens und der Renditen 2021
Ganz oben auf der Einkaufsliste der Investoren standen 2021 wieder die Segmente Wohnen (ca. 35%) und Büro (ca. 24%), gefolgt von Einzelhandel (ca. 17%) und Logistik (ca. 11%). Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der damit verbundenen Reisebeschränkungen sind die Investoren aus Fernost und Übersee auch im Jahr 2021 größtenteils ausgeblieben. Österreichische Investoren haben den Markt mit einem Anteil von ca. 58 Prozent weitestgehend dominiert, gefolgt von deutschen Investoren mit ca. 29 Prozent.

"Der hohe Veranlagungsdruck in Kombination mit dem niedrigen Zinsniveau und oftmals fehlenden Alternativanlagen treibt weiter Kapital in den Immobilieninvestmentmarkt. Wir erwarten einen sehr aktiven Start in das erste Quartal 2022, das von weiterem Druck auf die Renditen gekennzeichnet sein wird", erklärt Franz Pöltl, Geschäftsführender Gesellschafter der EHL Investment Consulting. (gp)