Der Aufsichtsrat der RLB Steiermark hat in seiner Sitzung vom Donnerstag (23. April) eine Fusion mit seiner Tochter Landes-Hypothekenbank Steiermark AG beschlossen. Die Verschmelzung der Hypo auf die RLB soll im Laufe des Jahres 2021 geschehen. Es bleibt die Marke Raiffeisen, der Name Hypo verschwindet in der Steiermark.

Die Fusion ist Ergebnis einer Prüfung von Umstrukturierungsmaßnahmen, die der Aufsichtsrat der RLB bereits im Dezember eingeleitet hat. Ziel ist die Nutzung betrieblicher Synergien der beiden Unternehmen.

Seit langem verschränkt
Die Hypo und die RLB gehen in der Steiermark seit langem gemeinsame Wege: 1998 erwarb die RLB erste Anteile. Im März 2019 übernahm die RLB – mittlerweile Mehrheitseigentümer – die restliche Minderheitsbeteiligung des Landes Steiermark von 25 Prozent + 2 Aktien an der Hypo Steiermark. Viele Bereiche werden bereits einheitlich organisiert, etwa Finanzen, Zahlungsverkehr, Produkte, Organisation, IT, Vertriebsmanagement, Marktfolge, Personal, Innenrevision, Meldewesen, Recht. Nur die Markteinheiten und Bankstellen werden bislang getrennt geführt.

Die 1930 gegründete Landes-Hypothekenbank Steiermark AG weist eine Bilanzsumme von 3,573 Milliarden Euro aus. Sie hat rund 242 Mitarbeiter in zehn Hypo-Filialen und die vier Außenstellen in steirischen Landeskrankenhäusern. Die Bilanzsumme beträgt im RLB-Konzern beträgt rund 15 Milliarden Euro. Zusammen betreuen die beiden Banken 90.000 Privatkunden sowie 15.000 Firmenkunden. Gemeinsam werden 1.100 Mitarbeiter beschäftigt.

Hypo-Kunden werden informiert
Für Hypo-Kunden ergeben sich bis zur tatsächlichen Fusion im Jahr 2021 keine Änderungen, wie die RLB mitteilt. "Alle Bankgeschäfte und Verträge laufen wie gewohnt und auch die vertrauten Berater sind weiterhin für ihre Kunden da", wie es heißt. Man werde die Kunden über weitere Schritte informieren. (eml)