"Wir sehen eine ziemlich breite Kosteninflation", sagte HSBC-Finanzchef Ewen Stevenson am Montag auf einer Finanzdienstleistungskonferenz in New York, die von Barclays veranstaltet wurde. "Die Hälfte unserer Kostenbasis sind Festgehälter. Wir gehen davon aus, dass wir diese im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 noch einmal deutlich erhöhen müssen."

Die HSBC drohe ihr Kostenziel im nächsten Jahr um etwa 500 Millionen US-Dollar zu verfehlen, so Stevenson. Während die Bank bestrebt sei, das Kostenwachstum auf zwei Prozent zu deckeln, zögen die bereinigten Kosten um sechs bis sieben Prozent an. "Der einzige Weg, dies zu verhindern, besteht meiner Meinung nach darin, intern ziemlich brutal gegen die Kosten vorzugehen", so Stevenson. Konzernchef Noel Quinn und er hätten "beide die Tendenz, sich auf die Kostenkontrolle zu konzentrieren und nicht auf das Ertragswachstum", fügte er hinzu.

"Vieles hängt vom Engagement des CEO ab", sagte Stevenson. "Er hat intern ziemlich deutlich gemacht, dass er das Zwei-Prozent-Kostenziel erreichen will. Solange er also jeden Tag mit diesem Gefühl aufwacht, habe ich das Gefühl, dass ich in einer guten Position bin." (mb/Bloomberg)