Der Schritt war Bill Ackman mit Sicherheit ein wenig unangenehm: Der Chef von Pershing Square Capital Management hat seine gesamten Anteile an Berkshire Hathaway verkauft. Dabei bewundert Ackman die Investorenlegende Warren Buffett bereits seit langer Zeit und ist auch regelmäßiger Teilnehmer an seinen jährlichen Aktionärstreffen in Omaha, berichtet das "Handelsblatt". Da erschien es fast logisch, dass sich Ackman am Unternehmen seines Mentors beteiligte. Im August letzten Jahres investierte der Hedgefondsmanager elf Prozent seines Kapitals in 3,5 Millionen Berkshire-Aktien im Wert von 685 Millionen US-Dollar. Doch nun die Kehrtwende.

Als Grund gab der 54-Jährige an, dass das Investment in Buffetts Konglomerat eigentlich zur Stabilität seines Fonds beitragen sollte, doch Berkshire sei mittlerweile zu groß und zu behäbig. "Wir können wendiger sein", meint der Pershing-Chef, der Ende März mit einer Wette gegen den US-Aktienmarkt in die Kritik geraten war. Ackman hatte mit seinem Fonds 27 Millionen Dollar in Hedging-Instrumente investiert, die auf einen fallenden Markt setzten – und damit in weniger als einem Monat einen sagenhaften Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar erzielt. Bereits im April sei allerdings die Zeit für Aktienkäufe wieder gekommen, so Ackman, dessen verschiedene Fonds in diesem Jahr zwischen 22 und 27 Prozent zugelegt haben. (mb)