Der ursprünglich in Hannover gegründete Investmentgruppe Bantleon hat die auf Wandelanleihen spezialisierte Schweizer Investmentboutique Bantleon Convertible Experts vollständig übernommen. Die in Zürich sitzende Muttergesellschaft Bantleon hatte 2024 einen Mehrheitsanteil an der einst als Credit Suisse Investment Partners firmierenden Gesellschaft von der UBS erworben. Der Großbank wiederum war das Haus im Zuge der Credit-Suisse-Übernahme in die Hände gefallen.

Bantleon erwirbt nunmehr den verbliebenen Anteil in Höhe von 38 Prozent. Die finanziellen Details des Deals nennen die Parteien nicht. "Die Gründer und Minderheitsaktionäre wollten zunächst abwarten, wie sich ihr Unternehmen unter dem Dach von Bantleon entwickelt", erklärt Stephan Kuhnke, Chef der in der Schweiz ansässigen Dachgesellschaft Bantleon, die schrittweise Übernahme.

"Ideale Kombination"
Die vergangenen 20 Monate hätten gezeigt, dass die Performance der Wandelanleihenfonds, die Kundenbetreuung von Bantleon und "die unternehmerisch geprägte Kultur beider Gesellschaften eine ideale Kombination bilden", so Kuhnke. Das verwaltete Vermögen des Wandelanleihe-Spezialisten sei seit dem Vollzug des Zusammenschlusses im Oktober 2024 um mehr als 30 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen, heißt es in der Mitteilung.

"Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen", meint Stefan Hiestand, Verwaltungsratspräsident der Boutique. "Für mich als Gründer ist es besonders wichtig, dass das Unternehmen langfristig in guten Händen ist und seinen erfolgreichen Weg fortsetzen kann." Hiestand betont zudem, dass er durch "eine langfristige Erfolgsbeteiligung" dem Unternehmen verbunden bleiben werde. (ert)