Die Goldman Sachs Group nimmt den jährlichen Stellenabbauzyklus wieder auf, der während der Pandemie weitgehend ausgesetzt worden war, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf informierte Kreise. Das Gesamtvolumen der Einschnitte werde jedoch geringer sein als bei früheren Runden. 

Analysten rechnen bei Goldman in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang von mehr als 40 Prozent, wie "Bloomberg"-Daten zeigen. Im Juli hatte die Bank angekündigt, die Einstellung von Mitarbeitern zu verlangsamen und die jährlichen Leistungsbeurteilungen wieder einführen zu wollen. Hintergrund ist das Bestreben, in einem "schwierigen operativen Umfeld" die Ausgaben einzugrenzen.

Die Leistungsüberprüfungen dienen in der Regel dazu, die schwächsten Mitarbeiter auszusortieren. Goldman könnte auch das Tempo bei der Ersetzung von Personal, das durch Fluktuation verloren geht, verringern, wie Finanzchef Denis Coleman erklärte hatte. Ende des zweiten Quartals hatte die Bank 47.000 Mitarbeiter. Zwei Jahre zuvor waren es, vor jüngsten Übernahmen, 39.100.

Bereits zu Wochenbeginn berichtete die "New York Times", dass die New Yorker Bank einen Stellenabbau vorbereite. Eine Goldman-Sachs-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. (mb/Bloomberg)