Allianz Global Investors hat mit dem Allianz Capital Plus Global (ISIN LU2337294180) einen weiteren Mischfonds aufgelegt. Das Sondervermögen kopiert im Wesentlichen die Anlagestrategie des 4,2 Milliarden Euro schweren Mischfonds Kapital Plus, investiert anders als das Vorbild aber nicht nur in Europa, sondern weltweit.

Das neue Produkt ist nicht der erste Nachwuchs der Kapital-Plus-Familie. 2015 lancierte Allianz GI mit dem Allianz Capital Plus ein Luxemburger Pendant des schon 1994 aufgelegten deutschen Fonds. Dieses Luxemburger Vehikel verwaltet aktuell knapp 900 Millionen Euro, so dass in Summe mehr als fünf Milliarden Euro in der Strategie stecken.

30 Prozent Aktien, 70 Prozent Anleihen
Die klassische Aufteilung des Portfolios mag in der heutigen Zeit antiquiert wirken, hat sich aber bewährt: 30 Prozent des Vermögens stecken stets in Aktien, egal was an den Weltbörsen passiert. Die restlichen 70 Prozent werden in Anleihen investiert. "Wesentliche Charakteristika, die den Kapital Plus in den letzten fast drei Jahrzehnten so erfolgreich gemacht haben, wurden beim Allianz Capital Plus Global beibehalten", betont Portfoliomanager Marcus Stahlhacke, der sowohl das Original als auch den neuen Fonds verantwortet.

So wird die 30/70-Gewichtung von Aktien und Renten regelmäßig wiederhergestellt (Rebalancing). Außerdem vertraut Stahlhacke bei der Auswahl der Einzeltitel wie beim Kapital Plus auf das Urteil seiner Kollegen vom "Equity Growth"-Team um Thorsten Winkelmann und auf die Expertise des "Advanced Fixed Income"-Teams, das von Maxence Mormède geleitet wird. Für die Aktienseite bedeute dies, dass weltweit in Firmen investiert werde, deren Geschäftsmodelle strukturelles Wachstum ermöglichten, heißt es in einer Pressemitteilung. Auf der Anleiheseite liege der Fokus auf qualitativ hochwertigen Titeln mit "Investmentgrade"-Rating.

Anleihen mehrerer Branchen werden ausgeschlossen
Der Fonds wurde gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft, verfolgt also eine nachhaltige Anlagestrategie. Auf der Anleiheseite werden Waffenhersteller, Kohleenergieerzeuger und Tabakfirmen ausgeschlossen, außerdem kommt eine "Best in Class"-Auswahl zum Tragen. Auf der Aktienseite möchte Allianz GI den hauseigenen "Climate Engagement with Outcome"-Ansatz anwenden. (bm)