2018 hatte die Finanzmarktaufsicht (FMA) der Bank für Gemeinwohl nach jahrelangen Vorbereitungsarbeiten die Lizenz versagt. Nach der Niederlage kann die dahinterstehende Genossenschaft für Gemeinwohl (GfG) nun doch einen Erfolg verbuchen. Gemeinsam mit dem Umweltcenter der oberösterreichischen Raiffeisenbank Gunskirchen wurde ein Gemeinwohlkonto aufgelegt.

Das auf dem Konto eingelegte Geld verwendet das Umweltcenter laut einer Aussendung ausschließlich für die Finanzierungen von Projekten, die ökologisch und sozial als nachhaltig gewertet werden. Es handle sich um ein Girokonto, das sowohl Privat- als auch Geschäftskunden offen steht. Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft für Gemeinwohl. Diese kostet 60 Euro für Private und 600 Euro für Firmen. Laut den Angaben gibt es rund 5.000 bestehende Mitglieder.

Nach dem Scheitern der eigenen Banklizenz will die GfG über die eigene Plattform "Geldwirtschaft für Gemeinwohl"  nun verstärkt auf Kooperationen setzen, um ethische Finanzdienstleistungen österreichweit anzubieten. Welche weiteren Anlageprodukte angedacht sind, wird nicht erwähnt. (eml)


Service:www.gemeinwohlkonto.at und www.umweltcenter.at