Geldwäsche-Ermittlungen: Razzia bei der Deutschen Bank
Ermittler durchsuchen Standorte der Deutschen Bank in Frankfurt und Berlin. Laut einem Bericht des "Spiegel" geht es um den Verdacht der Geldwäsche und mögliche Verbindungen zu sanktionierten Unternehmen.
Der Deutschen Bank droht nach Informationen des "Spiegel" ein neuer Finanzskandal. Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) haben am Mittwochmorgen (28.1.) die Zentrale des Instituts in Frankfurt am Main sowie einen weiteren Standort in Berlin durchsucht. Laut dem Nachrichtenmagazin betraten kurz nach zehn Uhr rund 30 Beamte in Zivil den Sitz der Bank in der Frankfurter Innenstadt. Die Maßnahmen erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main.
Verdacht auf Geldwäsche
Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilte, wird "gegen bislang unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Deutschen Bank" wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. Demnach soll das Institut in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten haben, die verdächtigt werden, "zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden zu sein". Zu weiteren Hintergründen des Verfahrens wollte sich die Behörde derzeit nicht äußern.
Möglicher Bezug zu Abramowitsch
Laut mit dem Vorgang vertrauten Quellen gilt die Razzia als besonders brisant. Nach "Spiegel"-Informationen steht sie im Zusammenhang mit Unternehmen, die Ermittler dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch zuordnen. Abramowitsch steht seit dem Frühjahr 2022 auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Eine Anfrage an seine Anwälte blieb zunächst unbeantwortet.
Die Deutsche Bank bestätigte auf Anfrage, dass in ihren Geschäftsräumen "derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt" werde. Das Institut arbeite vollumfänglich mit den Behörden zusammen. Zu weiteren Details äußerte sich die Bank nicht. (mb)















