Der auf die Finanzbranche spezialisierte Executive-Search-Dienstleister Banking Consult hat eine Vergütungsstudie für den Asset-Management-Sektor vorgelegt. Ziel ist es Firmenchef Rolf Behrens zufolge, eine "verlässliche Orientierung hinsichtlich der branchenüblichen Gehälter im Asset Management" in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu bieten.

"Die Gehaltsangaben basieren auf detaillierten Auswertungen von uns durchgeführten Vermittlungen im Asset Management, aus Kandidaten- und Kundengesprächen sowie aktuellen Marktanalysen", erläutert der Frankfurter Headhunter. In der Bilderstrecke oben stellt FONDS professionell ONLINE die Ergebnisse für sechs der insgesamt 20 betrachteten Tätigkeitsfelder vor. Angegeben sind jeweils die Bruttojahresgehälter und übliche Boni im unteren und oberen Segment des jeweiligen Jobprofils. Zu berücksichtigen ist Behrens zufolge, dass die individuellen Gehälter stark variieren könnten, etwa je nach Arbeitgeber, Standort oder Seniorität.

Gesucht sind Investmentprofis mit Technologiekompetenz
Die Recruiting-Spezialisten beobachten zwei wesentliche Trends in der Branche: Erstens gebe es im DACH-Raum eine gezielte Expansion im Bereich Private Markets und Alternative Investments, was zu einem steigenden Bedarf an spezialisierten Investmentteams führe. "Auffällig ist dabei ein klar zunehmender Recruiting-Fokus auf erfahrene Senior Asset Manager", heißt es in der Studie.

Zweitens verändere sich das Anforderungsprofil in der Branche fundamental. "Führende Asset Manager gehen zunehmend dazu über, nicht mehr isolierte IT-Spezialisten einzustellen, sondern Investment Professionals mit ausgeprägten Daten- und Technologiekompetenzen."

"Moderates Wachstum der Bonuspools" erwartet
"Kandidaten, die in der Lage sind, Daten, Modelle und Investmentlogik selbstständig zu verknüpfen, sind extrem gesucht", erläutert Thomas Kramer, Leiter der Asset Management Practice bei Banking Consult. "Entsprechend beobachten wir in diesem Bereich auch eine deutliche Dynamik bei den Gehältern."

Im Vergleich zu anderen Branchen bleibe das Asset Management im DACH-Raum ein "stabiler und attraktiver Vergütungsmarkt", resümiert Banking Consult. "Insbesondere in Finanzzentren wie Frankfurt und Zürich zeigt sich eine hohe Resilienz bei Gehältern und Bonusstrukturen." Für 2026 erwarten Kramer und seine Kollegen ein "moderates Wachstum der Bonuspools, getrieben durch den intensiven Wettbewerb um Top-Talente". (bm)