Am Wochenende wurde die technische Zusammenführung der Sparda Bank Austria (eGen) mit der Volksbank Wien – Spitzeninstitut des Volksbankensektors – abgeschlossen. Das teilt die Volksbank mit. Die 24 Sparda-Filialen in ganz Österreich sowie rund 85.000 Sparda-Kunden kommen damit damit direkt unter das Dach der Volksbank Wien. Die Anzahl der Volksbanken-Mitarbeiter steigt um 142 auf 1.377.

Gemäß einem Restrukturierungsplan aus der Fusion von Sparda Nord (Linz) und Süd (Villach) aus dem Vorjahr ist eine Reduktion auf 17 Sparda-Filialen vorgesehen. Aus dem Unternehmen war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen, in wie weit dieser Plan weiter verfolgt wird. Die Volksbanken selbst sind gerade in der Endphase in der Umsetzung eines massiven Fusionsplans. Generaldirektor Fleischmann hat in den vergangenen Monaten klar gemacht, dass er bei der Kosteneffizienz auf die Tube drückt.

Synergieeffekte
Direktor Günter Umfahrer bleibt weiterhin für das Geschäft der Sparda Bank Austria zuständig, heißt es. "Mit der Fusion profitieren wir von positiven Synergieeffekten in den Bereichen IT, Logistik und Regulatorik. Hier können wir unter einem Dach viel kosteneffizienter agieren. Gleichzeitig verfügen wir mit der Marke Sparda Bank über eine klare Positionierung als Bank der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die wir fortführen und weiter ausbauen werden", so Umfahrer.

Die Volksbank Wien verfügt mit der Sparda über eine Bilanzsumme für den Markt- und Retailbereich von rund 5,6 Milliarden Euro, die Kundeneinlagen machen 5,8 Milliarden Euro aus und die Kundenkredite von 4,6 Milliarden Euro. Für Volksbankkunden soll sich nichts ändern.

Spardakunden erhalten einen neuen IBAN und BIC. Alle Zahlungseingänge und -aufträge sollen aber unter den bisherigen Kontodaten korrekt weitergeleitet werden, heißt es. Auch die bestehenden Maestro- und Kundenkarten bleiben gültig, können aber kostenlos ausgetauscht werden.

Altlasten und verpatzte Übernahme
Sparda-Austria kämpft mit der Kapitalbasis: Als Mitglied im Volksbanken-Haftungsverbund musste sie rund um die Zerschlagung des ehemaligen Spitzeninstituts ÖVAG millionenschwere Wertberichtigungen vornehmen. Eine Teilübernahme durch die deutsche Sparda Hessen war heuer geplatzt. (eml)