Die Depotbank Caceis steigt bei der Luxemburger Fondsplattform Fund Channel ein. Caceis werde ein Drittel der Anteile kaufen. Das französische Institut tritt damit neben den bisherigen Alleineigner Amundi. Der Pariser Fondsriese bleibt aber Mehrheitseigner. Dies teilten die Gesellschaften mit. Mit der Beteiligung wollen Amundi und Caceis ihre bislang schon in anderen Bereichen gepflegte Kooperation ausbauen. Das Volumen des Deals teilten die Parteien nicht mit.

Fund Channel ist nach eigener Darstellung die viertgrößte B2B-Fondsplattform in Europa. Sie verbinde mehr als 600 Fondsanbieter mit mehr als 100 Vertriebskunden in Europa und Asien. "Ich bin überzeugt, dass diese Partnerschaft für beide Unternehmen wie auch für die Vertriebspartner einen Mehrwert bietet", lässt sich Valérie Baudson, Vorstandschefin von Amundi, in der Mitteilung zitieren. "Dieses Joint Venture wird die Position von Fund Channel in Europa und Asien erheblich stärken", ergänzt Caceis-Chef Jean-François Abadie.

Trend zur offenen Architektur
Mit der Kooperation will Amundi das für Fund Channel gesetzte Ziel erreichen, bis 2025 ein Vermögen in Höhe von 600 Milliarden Euro zu betreuen. Die Fondsplattform setzt auf eine zunehmende Bedeutung einer offener Vertriebsarchitektur in Europa. Immer mehr Fondsvertriebe würden dazu übergehen, Dienstleistungen auszulagern, um Skaleneffekte zu erzielen und Kosten zu senken, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Deal soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Behörden müssen noch zustimmen. (ert)