Die französische Primonial Gruppe übernimmt den ebenfalls in Frankreich ansässigen Asset Manager La Financière de l’Echiquier (LFDE). Eine entsprechende Vereinbarung wurde unterzeichnet, die lokale Aufsicht AMF (Autorité des Marchés Financiers) muss allerdings noch zustimmen.

Primonial hält bereits seit knapp einem Jahr 40 Prozent der Aktien des Vermögensverwalters. Im Zuge der nun beschlossenen Transaktion wird der Finanzdienstleister die verbleibenden 60 Prozent der beiden LFDE-Gründer und -Mehrheitsaktionäre Didier Le Menestrel und Christian Gueugnier übernehmen.

Übernahmen vorgezogen
Als Begründung geben beide Seiten in einer Pressemitteilung die Synergien an, die seit dem 1. März 2018 erzielt wurden. Damals übernahm LFDE, welches seitdem auch in Deutschland seine Aktivitäten verstärkt hat, das Asset-Management-Geschäft von Primonial mit den beiden Boutiquen Alta-Rocca und Stamina. Im Gegenzug erhielt Primonial die 40 Prozent an LFDE. Die wirtschaftlichen Resultate dieser Kooperation waren offenbar so gut, dass die Beteiligung von Primonial an LFDE schneller als zum ursprünglich geplanten Termin im Jahr 2020 erhöht werden soll.

"Aufgrund der Fortschritte unseres Entwicklungsplans und den ersten zwischen den beiden Unternehmen erzielten Synergien haben wir beschlossen, die Annäherung zwischen Primonial und LFDE zu beschleunigen", kommentiert Stéphane Vidal, Präsident der Primonial Gruppe, das Vorhaben. "Wir sind bereit, uns gemeinsam den Herausforderungen unserer Branche zu stellen, indem wir unsere Positionen stärken."

In Zukunft ist Vidal auch Vorsitzender des Verwaltungsrats von LFDE. Christophe Mianné bleibt Generaldirektor von LFDE. Didier Le Menestrel wurde zum Senior Advisor der Primonial Gruppe ernannt. Über die Zukunft von Christian Gueugnie sagt die Mitteilung nichts. (jb)