Gelbwesten-Anführer haben in Frankreich zur Revolution am Geldautomaten aufgerufen: Ein Aktivist, der sich in sozialen Netzwerken Fly Rider nennt, will einen sogenannten Bank Run auf französische Banken organisieren, um die Institute ins Wanken zu bringen. So werde die Regierung von Präsident Macron "ziemliche Sorgen bekommen", zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) den Aktivisten.

"Wir werden versuchen, einen bestimmten Tag festzulegen, an dem alle das Maximum abheben", sagte der Aktivist laut FAZ. Der Protest sei legal und gewaltfrei, da das Geld schließlich den Menschen gehöre. Das Kalkül des Gelbwesten-Führers: Weil die Hälfte der Franzosen Umfragen zufolge derzeit hinter den Aktivisten stehe, werde durch den Bank Run "das System" erschüttert.

Frankreichs Banken sind sehr solide
Der Aufruf erinnert an eine Aktion des französischen Ex-Fußballspielers Éric Cantona. Dieser hatte im Jahr 2010 zu einem ganz ähnlichen Protest aufgerufen, damals allerdings ohne Erfolg. Die Banken registrierten am Tag X keine höheren Geldbewegungen als sonst. Auch gelten Frankreichs Geldinstitute als sehr solide, EU-Tests bestätigen regelmäßig die Krisenresistenz. Nach Recherchen der FAZ müsste zur selben Zeit jeder Franzose fast 6.000 Euro abheben, um die Institute trocken zu legen. (fp)