Das erste Halbjahr 2020 wird den Menschen weltweit wohl in Erinnerung bleiben. Als zu Jahresbeginn die ersten Nachrichten über ein unberechenbares Virus in China die übrigen Kontinente erreichten, hatte zunächst kaum jemand an eine Pandemie geglaubt. Die Ignoranz gegenüber dem Krankheitserreger schlug wenig später aber schlagartig in Panik um, und das bekamen freilich auch die heimischen Investmenthäuser zu spüren. Allein im ersten Quartal sank das verwaltete Fondsvermögen hierzulande um knapp acht Prozent auf 177 Milliarden Euro, ein Minus von beinahe 21 Milliarden Euro oder elf Prozent. Das geht aus der Fondsstatistik der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften, kurz VÖIG, hervor.


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Ebenso schlagartig ging der Trend im zweiten Quartal aber wieder in die entgegengesetzte Richtung. In den vergangenen drei Monaten stieg das Fondsvermögen in Österreich dank Kursgewinnen von über zehn Milliarden Euro wieder um knapp 13 Milliarden Euro. Damit haben die heimischen KAGen das Loch, welches das Coronavirus in ihre Fondsbestände gerissen hatte, allein im zweiten Quartal beinahe wieder kompensiert: Unterm Strich beenden sie das erste Semester mit einem Minus von knapp acht Milliarden Euro (-4,32 Prozent). Das verwaltete Vermögen betrug damit Ende Juni exakt 176,92 Milliarden Euro – nach 184,90 Ende Dezember 2019. (cf)