Die großen Asset Manager wachsen weiter. Die 500 größten Gesellschaften der Welt konnten das verwaltete Vermögen im Vorjahr um 15,6 Prozent auf knapp 94 Billionen US-Dollar (82,5 Bn. Euro) steigern. Spitzenreiter ist weiterhin Blackrock (5,5 Bn. Euro) vor Vanguard (4,3 Bn. Euro) und State Street Global (2,5 Bn. Euro), so eine Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson.

Die Untersuchung fördert ferner zutage, dass sich die Gelder immer mehr bei den Fondsriesen konzentrieren. Die 20 größten Vermögensverwalter der Welt managen mittlerweile 43 Prozent der oben genannten 94 Billionen Dollar. Das meiste Kapital wird zudem immer noch in Nordamerika verwaltet (58,1%), europäische Asset Manager sind für 31,8 Prozent der global verwalteten Vermögenswerte verantwortlich. Der Anteil passiver Fonds stieg während der vergangenen fünf Jahre von 19,5 auf eine Quote von 22,4 Prozent.

"Signifikate Umbrüche"
"Die Wachstumsrate im Jahr 2017 ist die höchste seit 2009", so Bob Collie, Analysechef des hauseigenen Thinking Ahead Institute von Willis Towers Watson. "Oberflächlich betrachtet erzählen die Zahlen eine Erfolgsgeschichte, allerdings gibt es bei näherer Betrachtung Anzeichen dafür, dass der Branche signifikante Umbrüche bevorstehen."

So haben drei Viertel der Fondsgiganten (74%) in der Umfrage angegeben, dass sie ihre Ressourcen verstärkt in die Entwicklung der IT und "Big Data"-Anwendungen stecken müssen. Neben dem Umbruch in der Technologie haben die Vermögensverwalter Collie zufolge auch mit dem demographischen, sozialen und auch dem ökologischen Druck (Stichwort: Nachhaltigkeits- respektive ESG-Aspekte) zu kämpfen, der sich auf ihre Geschäfts- und speziell ihre Vertriebsmodelle auswirken wird. (jb)