Die Fondsgesellschaft Amundi arbeitet für fünf weitere Jahre mit der Großbank Société Générale zusammen. Die Kooperation verschafft dem Asset Manager unter anderem Zugang zu Retailkunden in Frankreich, aber auch in anderen europäischen Ländern. Strategische Vertriebspartnerschaften sichern Fondshäusern einen wichtigen Zugang zu weiteren Absatzkanälen. Der deutsche Primus DWS beispielsweise paktiert neben der Mutter Deutsche Bank etwa mit der DVAG. Allianz Global Investors wiederum macht mit der Commerzbank im Vertrieb gemeinsame Sache.

Zugleich meldet Europas größter börsennotierter Asset Manager eine Stabilisierung des Mittelaufkommens. So hielten sich im zweiten Quartal Mittelzu- und Abflüsse ungefähr die Waage. Im ersten Quartal hatten Anleger unter dem Eindruck des Corona-Crashs noch 3,2 Milliarden Euro aus den Fonds des Hauses abgezogen. Das verwaltete Vermögen legte nach einem deutlichen Einbruch im ersten Quartal nun wieder zu und steht aktuell bei 1,59 Milliarden Euro.

Deutlicher Gewinnrückgang
Allerdings hinterlässt die Pandemie unübersehbare Spuren. Der Kursverfall schmälerte insbesondere die Gebühreneinnahmen. Über das erste Halbjahr 2020 gesehen ging der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 7,2 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro zurück. Die operativen Kosten sanken zwar ebenfalls um 4,7 Prozent. Dennoch ging der adjustierte Reingewinn um 13 Prozent auf 439 Millionen Euro zurück.

Amundi war 2010 als Gemeinschaftsunternehmen für das Asset Management von den Großbanken Crédit Agricole und Société Générale ins Leben gerufen worden. Im November 2015 wurden Aktien des Hauses an der Pariser Börse notiert. Mit der Übernahme von Pioneer Investments wuchsen die Franzosen zum größten Asset Manager Europas heran. Jüngst schloss Amundi eine Kooperation mit der spanischen Bank Sabadell und übernahm deren Fondsgeschäft. (ert)