"Banking ohne Bullshit" – der freche Slogan des Fintechs N26, der beispielsweise in Berliner S- und U-Bahnen omnipräsent ist, zieht offenbar. Nach eigenen Angaben hat die Smartphone-Bank die Eine-Million-Kunden-Marke überschritten. In den letzten neun Monaten habe die in Berlin ansässige Bank, die auch in anderen europäischen Ländern tätig ist, damit ihre Nutzerzahl verdoppelt. Das monatliche Transaktionsvolumen beträgt über eine Milliarde Euro, was eine hohe Kundenaktivität signalisiert. 

"Wir haben die erste mobile Bank geschaffen, die Kunden lieben. Mit N26 können Kunden jedes Jahr Zeit und Millionen von Euro an versteckten Kosten sparen", sagt Valentin Stalf, Gründer und Vorstandschef von N26. Seitdem das Fintech 2015 das erste Produkt auf den Markt gebracht hat, sei die neudeutsch "N26 Community" genannte Kundschaft rapide gewachsen: Täglich kommen 2.500 Neukunden dazu, so N26. Für Ende 2020 peilt das Fintech an, fünf Millionen Kunden unter Vertrag zu haben. Der Markteintritt in Großbritannien und den USA ist später in diesem Jahr geplant. 

Die Gesellschaft, die von den gebürtigen Wienern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet wurde, startete 2013 mit einer App, über die Nutzer Konto-Transaktionen vornehmen konnten. Die dazugehörigen Bankgeschäfte wickelte jedoch nicht das Fintech selbst, sondern ein Partner-Institut ab. Das hat sich geändert, das Fintech hat seit Mitte 2016 eine eigene Lizenz und bietet Giro- und Sparkonten, Kredite und in einer Kooperation mit dem Robo-Berater Vaamo auch eine Vermögensverwaltung an. (jb)