Das Fintech 21Finance hat seinen bestehenden digitalen Marktplatz – eine White-Label-Vertriebsplattform – in Kooperation mit dem Bankhaus von der Heydt um klassische Bankdienstleistungen erweitert. Finanzinstitute und -intermediäre können damit unter ihrer eigenen Marke eine regulierte und digitale Plattform kombiniert mit traditionellen Banklösungen betreiben. Das teilen die Unternehmen in einer Aussendung mit.

Mit dem gemeinsamen Angebot erhalten Banken, Asset und Wealth Manager, Emissionshäuser und Vertriebsorganisationen in Europa "einen schnellen und kostengünstigen Einstieg in den digitalen Direktvertrieb", wie es heißt. Es seien ab sofort die notwendigen "Banking-as-a-Service-Leistungen" ("BaaS") wie die Anbindung von Cash-Konten für Endkunden, die Zahlstelle, Haftungsdach-Dienstleistungen und die Verwahrung oder der Handel von traditionellen und tokenisierten Vermögensgegenständen verfügbar. Neben dem Onboarding von natürlichen und juristischen Personen und dem Marktplatz, auf dem Finanzprodukte präsentiert werden können, gebe es auch "emissionsspezifische Zeichnungsstrecken für tokenisierte und traditionelle Wertpapiere inklusive der Darstellung der getätigten Orders in einer Investmentübersicht".

Nachfrage nach Plattformlösungen
B2B-Kunden könnten auf der Plattform flexibel wählen, welche der Leistungen sie benötigen. Man erlebe bei den eigenen Kunden einen steigenden Bedarf an plattformbasierten Lösungen, sagt Philipp Doppelhammer, Mitglied der Geschäftsleitung des Bankhauses von der Heydt. Das Bankhaus setze bereit auf Blockchaintechnologie.

"Zusammen mit dem Bankhaus von der Heydt geben wir ab sofort B2B-Kunden eine vollständig betreute Whitelabel-Technologie an die Hand, um ihre End-to-End-Angebote für private und öffentliche Platzierungen zu erstellen, zu skalieren und zu automatisieren", sagt 21Finance-Gründer Max Heinzle. Durch die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette ließen sich die Kosten senken und neue Märkte und Umsatzkanäle erschließen.

Plattformökonomie
Die "Plattformökonomie" wird seit einiger Zeit auch im Banking diskutiert. BaaS-Anbieter stellen die Infrastruktur (technisch, regulatorisch) zur Verfügung, mit der Nicht-Banken Finanzservices anbieten können, ohne dafür selbst die Konzession beantragen zu müssen. (eml)