Das Fintech N26 setzt – trotz Brexit – zum Sprung über den Ärmelkanal an. Britische Kunden können sich ab sofort auf einer Warteliste eintragen und Mitte nächsten Jahres ein Konto eröffnen. Das Angebot für sie umfasst ein Girokonto und Zugang zu einer Kreditkarte.

Das teilt die Gesellschaft mit, die in Deutschland über eine Vollbanklizenz verfügt und vor vier Jahren von den Wienern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet wurde. Erst kürzlich hatte N26 die Expansion in die USA angekündigt, zudem das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits in 17 weiteren EU-Ländern aktiv ist.

Großbritannien ist dem Fintech zufolge einer der am weitesten entwickelten Märkte im Hinblick auf digitale Zahlungsmethoden. Bargeldloser Zahlungsverkehr und E-Commerce sind hier Standard. Diese technologischen Vorsprünge würden die Nachfrage nach einem nationalen N26-Angebot beflügeln, so die Hoffnung.

Kooperation mit Robo Vaamo
"Wir glauben, dass britische Kunden N26 als die Bank entdecken, die jeder gerne nutzt," sagt Stalf, Gründer und Vorstandschef von N26. "Unseren Kunden die besten Finanzprodukte verbunden mit der besten User Experience zu bieten, hat für uns oberste Priorität und ist der Schlüssel unseres Erfolgs."

Das Fintech bietet eine App, über die Nutzer Konto-Transaktionen vornehmen können. Die dazugehörigen Bankgeschäfte wickelte nach dem Start 2013 zunächst jedoch nicht das Fintech selbst, sondern ein Partner-Institut ab. Das hat sich geändert, das Unternehmen hat seit Mitte 2016 eine eigene Lizenz und bietet Giro- und Sparkonten, Kredite und in einer Kooperation mit dem Robo-Berater Vaamo auch eine Vermögensverwaltung an. Zudem haben N26-Kunden Zugriff auf den Service von Transferwise, das schnelle und kostengünstige Auslandsüberweisungen ermöglicht. (jb)