Der Kölner Finanzvertrieb OVB setzt mit einer Akquisition in Belgien seine Expansion ins Ausland fort. In 14 europäischen Ländern ist das Unternehmen schon aktiv, nun erschließt sich OVB mit dem Erwerb des traditionsreichen Maklers Willemot einen weiteren Markt.

Die im Jahr 1841 gegründete Gesellschaft habe im vergangenen Jahr 11,9 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, heißt es in einer Pressemitteilung. OVB werde "von der jahrelangen Erfahrung des Managements, einer vorhandenen Infrastruktur und einer soliden Marktposition profitieren", sagte Mario Freis, der Vorstandschef des börsennotierten Kölner Unternehmens.

Geschäftsleiter bleiben an Bord
Der bewährte Markenname Willemot soll bestehen bleiben. Benoît Willemot und Diederik Deman, Mitglieder der Geschäftsleitung, werden das Unternehmen weiter führen. Damit setze man "auf Kontinuität und Stabilität", so Mario Freis. Die Transaktion soll Ende des ersten Quartals 2019 abgeschlossen sein.

Der OVB-Konzern betreut nach eigenen Angaben mit 4.747 hauptberuflichen Finanzvermittlern rund 3,44 Millionen Kunden. Die Vertriebsprovisionen summierten sich 2017 konzernweit auf 225,3 Millionen Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 16 Millionen Euro. Vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen für die ersten drei Quartale dieses Jahres zwar steigende Umsatz- und Kundenzahlen verkündet, aber auch einen Ergebnisrückgang (FONDS professionell ONLINE berichtete). (bm)