Die europäische Versicherungswirtschaft traf sich vom 19. bis 21. Juni in Wien. Die Bipar (European Federation of Insurance Intermediaries) hielt erstmals seine Generalversammlung in der österreichischen Bundeshauptstadt ab. Rund 100 Delegierte aus ganz Europa nahmen an dem Treffen im Hotel Marriott teil und diskutierten über aktuelle Trends und Themen der Branche. So standen etwa nachhaltiges Investieren, Aufsicht, Daten und Kryptowährungen, aber auch die weitere europäische Integration und die Umsetzung der EU-Richtlinie IDD auf der Agenda der Veranstaltung.

52 nationale Vereinigungen
Die europäische Vereinigung von Versicherungsvermittlern mit Sitz in Brüssel umfasst 52 nationale Vereinigungen aus 30 Ländern und vertritt die Interessen von Versicherungsagenten, Versicherungsmaklern und Finanzvermittlern in Europa. Aus Österreich sind der Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten und der Fachverband Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) seit vielen Jahren Mitglieder bei Bipar.

"Es ist für Bipar eine große Ehre, seine Jahrestagung in Wien abzuhalten", bedankten sich Bipar-Vorsitzender Ulrich Zander und Bipar-Direktor Nic De Maesschalck bei den österreichischen Versicherungsvermittlern für die Organisation, das umfangreiche Programm und ihr Engagement für die Branche auf europäischer Ebene.

"Europäische Interessenvertretung hat enorm an Bedeutung gewonnen"
"Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich und Bipar erreichen wir, dass unsere Stimme bei den Entscheidungsträgern in Brüssel gehört wird. Die bereits vor Jahren getroffene Entscheidung, Bipar beizutreten und auf europäischer Ebene aktiv mitzuarbeiten, war angesichts der komplexen und vielfältigen Themen, die seitens der EU laufend auf uns zukommen, ein wertvoller Meilenstein in der Interessenpolitik des Fachverbandes", erklärt Christoph Berghammer, Fachverbandsobmann der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten. Das Vorstandsmitglied von Bipar betonte den hohen Stellenwert einer funktionierenden Interessenvertretung in Brüssel.

Auch Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister, unterstrich: "Die europäische Interessenvertretung hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Wir haben jetzt auf der Generalversammlung in Wien wesentliche Themen besprochen, die die Zukunft der Versicherungsvermittlung betreffen. Die österreichischen Mitglieder stehen bei den europäischen Kollegen hoch im Kurs und konnten als Gastgeber wichtige Akzente setzen." (gp)