Der österreichische Vermögensverwalter Savity ist nach Eigenangaben der erste Robo-Advisor, der mit Savity Green eine Vermögensverwaltung für Privatanleger anbietet, die sich an den strengen Kriterien des Forum Nachhaltige Geldanlagen (kurz: FNG) orientiert. Wie das Unternehmen nun berichtet, spricht auch bei Robos einiges für Nachhaltigkeit. Ein Performance-Vergleich zwischen den Anlageoptionen Savity Green und Savity Classic über die letzten 18 Monate fällt eindeutig zugunsten der nachhaltigen Anlagestrategien aus, heißt es in einer Aussendung.

Hohe Outperformance
Zwischen Dezember 2017 und Juni 2019 erzielten die Savity-Green-Strategien je nach Risikokategorie eine Outperformance zwischen 1,21 und 6,14 Prozentpunkten gegenüber den Savity Classic-Strategien. Insbesondere in den zuletzt turbulenten Märkten entwickelte sich Savity Green stabiler.

"Risikomanagement und laufende Optimierung greifen bei einer digitalen Vermögensverwaltung für alle Anlageoptionen exakt gleich, dennoch sind die Resultate unterschiedlich", sagt Karin Kisling, Gründerin und CEO von Savity. Bemerkenswert: Seine Outperformance hat der Savity Green laut Kisling zu 80 Prozent in der Korrektur des turbulenten vierten Quartals 2018 erzielt. "Während Savity Classic vorrangig in kostengünstige und breit gestreute ETFs investiert, die gemäß Makroeffizienzhypothese langfristig die beste Performance erzielen sollten, setzen wir bei Savity Green aktiv gemanagte ESG-Fonds ein, da die marktüblichen ETFs die strengeren österreichischen Standards nicht erfüllen", erklärt Kisling.

Handfeste Performance-Vorteile in nervösen Märkten
Es zeige sich, dass es bei Nachhaltigkeit mehr als um ein Werte-Statement geht. Ein nachhaltiges Wertpapierportfolio biete einen automatischen Qualitätsfilter. "Das ist gerade in nervösen Märkten ein Riesenvorteil", sagt Kisling. So vermeide man systematisch "tickende Zeitbomben" und steuere die Anlagen an "stranded Assets" vorbei hin zu zukunftsträchtigen Sektoren mit Wachstumspotential.

"Unternehmen mit problematischen Praktiken in der Unternehmensführung sind immer mit Vorsicht zu betrachten – siehe Dieselskandal, Deutsche Bank oder Bayer/Monsanto. Auch sterbende Industrien wie Kohle, an denen deutsche Unternehmen nach wie vor festhalten, haben keine Kursphantasie mehr. Die Folge war, dass der Dax letztes Jahr absolutes Schlusslicht am Aktienmarkt der Industriestaaten war – und das vor dem Hintergrund einer der solidesten Volkswirtschaften des Planeten", so die Analyse der Expertin. Wachstumsbranchen wie alternative Energien, Abfallwirtschaft oder Digitalisierung hingegen hätten zweistellige Erträge eingefahren. Dazu zählen etwa der Weltmarktführer Vestas aus Dänemark mit einem Plus von 48 Prozent über die letzten zwölf Monate. Auch die Veggie-Alternative Beyond Meat begeisterte nach dem ersten Börsegang, so Kisling. 

Savity ist ein unabhängiger Online-Vermögensverwalter für Privatkunden mit Sitz in Wien. Das Unternehmen bietet nach Eigenangaben einfachen Zugang zu Anlagestrategien, die bisher nur sehr wohlhabenden Kunden vorbehalten waren. Kürzlich ist die expandierende Bawag PSK mit 49 Prozent eingestiegen. (eml)