Der Mainfirst – Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced wird künftig in einer neuen Gesellschaft unter neuem Namen fortgeführt. Das geht aus einer Anlegerinformation hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt.

Zum 1. Juni wird das rund 40 Millionen Euro schwere Portfolio demnach auf den neu aufgelegten Lacus Emerging Markets Corporate Bond Fund verschmolzen. Dabei handelt es sich um eine "fiktive" Fusion: Sowohl die ISIN als auch die Anlagestrategie bleiben gleich. Als Kapitalverwaltungsgesellschaft fungiert dann aber nicht mehr Ethenea Independent Investors, sondern 1741 Fund Management. Verwahrstelle ist statt der DZ Privatbank künftig die VP Bank in Luxemburg.

Mainfirst in Frankfurt ist Geschichte
Ethenea hatte Ende Oktober vergangenen Jahres angekündigt, dass die damalige Tochterfirma Mainfirst Affiliated Fund Managers (Deutschland) GmbH per Ende Dezember 2025 ihre operative Geschäftstätigkeit einstellt. Die von dieser Einheit betreuten Mainfirst-Fonds werden seither von Ethenea gemanagt. Bereits im Juli 2025 hatte Luca Pesarinis Haron Holding Teile der Mainfirst-Gruppe an Laiqon verkauft.

Mit Blick auf den Mainfirst – Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced und das dazugehörige Team hieß es im Oktober, es fänden "weit fortgeschrittene Gespräche statt", so Pesarini. Aufgrund der laufenden Verhandlungen könnten jedoch noch keine Details kommuniziert werden.

Fairway Asset Management übernimmt
Nun scheint diese Lösung gefunden zu sein. Neuer Fondsmanager ist Fairway Asset Management in Zürich. Verantwortlicher Portfoliomanager wird Informationen von FONDS professionell ONLINE zufolge Andranik Safaryan sein, der im Januar von Mainfirst zu Fairway AM gewechselt war. Er hatte das Portfolio mit Unternehmensanleihen aus Schwellenländern bereits zuvor gemanagt – er war Anfang 2022 von Credit Suisse Asset Management zu Mainfirst gekommen.

Ethenea teilte auf Anfrage der Redaktion mit, die "Anlagestrategie und strukturelle Merkmale" des Lacus-Fonds würden denen des übertragenen Teilfonds entsprechen. Die Verschmelzung sei darauf ausgerichtet, "Synergien in den Bereichen Verwaltung, Betrieb, Kostenmanagement und Vertrieb" zu realisieren. "Die Kontinuität der bewährten Anlagestrategie steht im Fokus, womit zugleich der Grundstein für eine nachhaltige künftige Entwicklung gelegt wird", heißt es in der Stellungnahme. Zu Personalien wollte sich Ethenea nicht äußern. (bm)