ETFs: Weitere Service-KVG steht in den Startlöchern
Nach Axxion und Hansainvest peilt nun auch der White-Label-Anbieter IPConcept die Auflage von börsengehandelten Fonds an, wie FONDS professionell erfuhr. Die DZ-Bank-Tochter will sowohl passive wie aktive ETFs ins Sortiment nehmen. Erste Produkte stehen kurz vor der Auflage.
Der Luxemburger Dienstleister IPConcept bereitet die Auflage von börsengehandelten Fonds (ETFs) vor. "Es befinden sich mehrere Projekte in der Anbahnung, respektive kurz vor der Auflage", teilte ein Sprecher der Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) mit. Für welche Fondsinitiatoren die ETFs aufgelegt werden sollen, gab das Haus noch nicht preis. Das abgedeckte Spektrum solle sowohl aktive wie passive ETFs umfassen, teilte die Tochter der DZ Bank mit, dem Zentralinstitut der deutschen Genossenschaftsbanken.
Damit stößt eine weitere Service-KVG in das Geschäft mit ETFs vor. Jüngst hatte Hansainvest den Einstieg in das Segment angekündigt, wie FONDS professionell exklusiv berichtet hatte. Der Private-Label-Anbieter will sich allerdings auf die Auflage von ETFs konzentrieren, die Elemente des aktiven Managements aufweisen. Die ersten ETFs sollen 2026 auf den Markt kommen. Europas zweitgrößter ETF-Anbieter Amundi hatte vor wenigen Tagen bei Vorlage seiner neuen Unternehmensstrategie angekündigt, auch ins White-Label-Geschäft einsteigen zu wollen, ohne Details zu nennen.
Viele Aspiranten und ein Platzhirsch
Der Luxemburger White-Label-Anbieter Axxion wiederum war bereits 2022 Frank Fischers Boutique Shareholder Value Management bei der Auflage des Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value beiseite gestanden. Später kamen Vehikel für die Umweltbank hinzu. Im September 2025 kündigte Axxion dann an, das ETF-Geschäft in der eigenen Marke "AXX.ETF" zu bündeln. Diese solle als "eine zentrale Plattform für die Auflage maßgeschneiderter ETFs" dienen, hieß es damals.
Als mit Abstand größter White-Label-Dienstleister im europäischen hat sich Han-ETF mit Hauptsitz in London etabliert. Die Citigroup verfolgt mit "Citi Velocity" ebenfalls entsprechende Pläne und beteiligte sich zudem an Han-ETF. Auch die Service-KVG Waystone sowie der Finanzkonzern State Street wollen ihr ETF-Geschäft ausbauen. Die Großbank Goldman Sachs hegte ebenfalls Ambitionen, stampfte die Pläne mittlerweile aber ein. (ert)















