Gute Noten sind nicht nur für Schüler und Studenten wichtig. Auch für Unternehmen, allen voran im Finanzsektor, ist die Bewertung durch Ratingagenturen essenziell. Die Bonitätsnoten beeinflussen die Kosten, zu denen sich Unternehmen am Kapitalmarkt Geld beschaffen können. Umso erfreulicher ist für die Deutsche Bank eine verbesserte Bewertung durch die Ratingagentur Moody's. Zum ersten Mal seit 14 Jahren stufte Moody's die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank hoch, von "A3" auf "A2", berichtet das "Handelsblatt". Viele große Unternehmen und institutionelle Investoren machen die Zusammenarbeit mit einer Bank von deren Bonitätsnote abhängig. 

Moody's machte dem Geldhaus außerdem Hoffnungen auf weitere Hochstufungen in der Zukunft. Von Seiten der Deutschen Bank heißt es, die Ratingentscheidung sei ein "Meilenstein auf dem Weg, den wir mit unserer Transformation eingeschlagen haben", so das "Handelsblatt". Gemeint ist der Sanierungskurs von Vorstandschef Christian Sewing. Moody's begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass die Bank "substanzielle Fortschritte" dabei gemacht habe, "die Kosten zu senken, die Ertragsbasis zu verfestigen und das unterliegende Gewinnpotenzial zu steigern". 

Es geht aufwärts 
Sewing selbst bezeichnete das verbesserte Rating als "Anerkennung für die herausragenden Leistungen unserer Mitarbeiter, die die Deutsche Bank in einem sehr schwierigen Umfeld neu ausrichten." Moody’s ist zwar die erste Ratingagentur, die die Deutsche Bank hochstuft – doch auch anderswo stehen die Zeichen gut. Sowohl S&P als auch Fitch haben der Deutschen Bank mittlerweile einen besseren Ausblick für ihr Rating gegeben. Das bedeutet, dass auch sie die Bonitätsnote früher oder später anheben könnten. (fp)