Am Handelsgericht Wien fand am Dienstag eine erste Zwischenverteilung im Konkurs der Anglo Austrian AAB AG statt. Dabei erhielt die österreichische Einlagensicherung (ESA), die Insolvenzforderungen in Höhe von knapp 59 Millionen Euro angemeldet hat, eine Quote von rund 39 Prozent. Das teilt der Gläubigerverein KSV1870 mit.

Über die ehemalige Meinl Bank, die sich kurz vor ihrem Ende in Anglo Austrian AAB AG umbenannte, wurde im März 2020 ein Konkursverfahren eröffnet. Damit trat der Sicherungsfall ein. Das Geld, das die ESA im Entschädigungsverfahren an die Einleger erstatten muss, muss sie sich später im Insolvenzverfahren zurückholen. Gesetzlich genießt sie dabei eine Vorrangstellung gegenüber anderen Gläubigeren. Erst wenn alle ESA-Forderungen abgedeckt sind, haben weitere Gläubiger eine Chance auf Zuteilungen. Ob Gläubiger über die ESA hinaus Geld erhalten, sei aus heutiger Sicht ungewiss, heißt es beim KSV1870. (eml)