DWS: Verwaltetes Vermögen erreicht neuen Höchststand
Deutschlands größter Asset Manager konnte im zweiten Quartal des laufenden Jahres das verwaltete Vermögen auf einen neuen Höchststand steigern. Allerdings kommt viel frisches Geld über ETFs, sodass die Erträge sanken.
Die DWS hat im zweiten Quartal einen starken Anstieg der Zuflüsse verzeichnet, der das verwaltete Vermögen zusammen mit einem florierenden Aktienmarkt auf einen neuen Rekordstand hob.
Wie der Vermögensverwalter der Deutschen Bank am Mittwoch (29.7.) mitteilte, beliefen sich die langfristigen Nettozuflüsse in die Portfolios – ohne Geldmarktfonds und Kapitalströme im Beratungsgeschäft – in dem bis Ende Juni laufenden Quartal auf 11,6 Milliarden Euro, verglichen mit 6,6 Milliarden Euro im Vorquartal. Nimmt man alle Bereiche, betrugen die Mittelzuflüsse sogar 24,8 Milliarden Euro.
ETFs sorgen für frisches Geld
Getrieben wurden diese vor allem durch die Xtrackers-Fonds des Unternehmens, die aber geringere Margen aufweisen. Und: Während die Zuflüsse in die aktienorientierten Strategien des Unternehmens im Berichtszeitraum ins Positive drehten, verzeichneten aktiv verwaltete Rentenfonds Nettoabflüsse.
Das gesamte verwaltete Vermögen, inklusive Geldmarktfonds und Beratungsgeschäft, stieg somit gegenüber dem ersten Quartal um 8,9 Prozent auf 1,19 Billionen Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Dieser Zuwachs war auf Marktbewegungen, langfristige Nettozuflüsse sowie Währungseffekte zurückzuführen, so die DWS.
Mittelzuflüsse hoch, Erträge runter
Wie die meisten Wettbewerber hat auch Deutschlands größter Vermögensverwalter mit sinkenden Margen zu kämpfen, da günstigere passive Fonds zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Die Erträge im zweiten Quartal lagen bei 773 Millionen Euro, ein Minus von sechs Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Jahres.
Dies spiegele wie erwartet den Timing-Effekt einer im ersten Quartal verbuchten Performancegebühr im Infrastruktur-Bereich wider. Vorstandschef Stefan Hoops setzt darauf, die Kosten zu begrenzen und gleichzeitig Neugeschäft zu generieren, indem er die DWS als bevorzugten Vermögensverwalter für institutionelle Investoren positioniert, die Kapital in den europäischen Markt lenken.
Aktienkurs der DWS
Die Aktien des in Frankfurt börsennotierten Unternehmens sind in diesem Jahr bis Dienstagnachmittag (28.7.) um 27 Prozent gestiegen, während der wichtige europäische Konkurrent Amundi ein Plus von 25 Prozent verzeichnete. Am Mittwochmorgen (29.7.) verloren die DWS-Papiere im frühen Handel rund fünf Prozent.
Analysten von Morgan Stanley und Citigroup hatten Anfang des Monats ihre Kursziele für den Vermögensverwalter angehoben und dies mit einer stärkeren Marktentwicklung sowie einer verbesserten Anlegerstimmung begründet. (Bloomberg/jb)




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