Die Fondsgesellschaft DWS schließt eine strategische Allianz mit der südkoreanischen KB Asset Management. Dies teilte die Fondstochter der Deutschen Bank mit. Ziel der Vereinbarung sei, Geschäftspotenziale in Südkorea auszuloten und zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei Angebote für Versicherungen sowie börsengehandelte Indexfonds (ETFs). KB Asset Management (KBAM) gehört zur KB Financial Group, einem der größten Finanzdienstleister Südkoreas.

"Durch diese Zusammenarbeit können wir noch besser unser Ziel erreichen, Anlegern in Südkorea und darüber hinaus maßgeschneiderte Lösungen zu bieten, die ihren Anlagebedürfnissen entsprechen", lässt sich Dirk Görgen, der für den Vertrieb zuständige Geschäftsführer der DWS, in der Mitteilung zitieren. "Wir bringen unsere umfassende globale Erfahrung in der Vermögensverwaltung für Versicherungen und im ETF-Geschäft in die Partnerschaft ein."

Asiatisches Wachstum im Fokus
"Wir planen, im Rahmen der Partnerschaft innovative Produkte und maßgeschneiderte Lösungen für Anleger anzubieten, da wir unsere Fähigkeiten sowohl im Versicherungs- als auch im ETF-Bereich ausbauen", begründet Taeil Yoon, Leiter für Versicherungslösungen von KBAM, die Kooperation. "Die strategische Allianz wird die Wettbewerbsfähigkeit von KBAM durch die Erweiterung des Angebots an thematischen ETFs stärken", ergänzt Jungsub Keum, Leiter der ETF-Vermarktung bei KBAM. "Dies wird ein Sprungbrett für unsere Expansion in Übersee sein, während wir gleichzeitig unseren Marktanteil auf dem hart umkämpften südkoreanischen ETF-Markt erhöhen."

Der frühere DWS-Chef Asoka Wöhrmann hatte die Expansion nach Asien als eines der strategischen Ziel für das Haus ausgerufen. Er begründete dies mit dem starken Wachstum in der Region. Die Deutsche-Bank-Tochter hatte bereits zum Börsengang im Frühjahr 2018 mit dem japanischen Versicherer Nippon Life eine Partnerschaft geknüpft und die Gesellschaft als Ankeraktionär gewonnen. Berichten zufolge will die DWS auch in China eine Präsenz aufbauen. Wöhrmann war nach der Razzia der in DWS-Zentrale rund um den Vorwurf des Greenwashings von Deutsche-Bank-Mann Stefan Hoops abgelöst worden. (ert)