DWS-Chef rückt in den Vorstand des Mutterhauses ein
Karrieresprung für Stefan Hoops: Neben seinem Job an der Spitze von Deutschlands größtem Fondsanbieter sitzt er bald auch im obersten Führungsgremium des Mutterkonzerns. Daneben gibt die Deutsche Bank weitere Änderungen im Vorstand bekannt.
Die Deutsche Bank hat DWS-Chef Stefan Hoops mit Wirkung zum 1. Mai in ihren Vorstand berufen. Dort wird er die Verantwortung für das Segment Asset Management übernehmen. Seine Rolle an der Spitze des größten deutschen Fondsanbieters, der mehrheitlich der Deutschen Bank gehört, behält Hoops bei. "Die DWS bleibt eine separat börsennotierte Rechtseinheit mit eigener Strategie, eigenem Management und eigener Governance", betont das Kreditinstitut.
Hoops Berufung unterstreiche die Bedeutung der Asset-Management-Sparte für das Unternehmen, sagte Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts. "Stefan Hoops hat mit der DWS in den vergangenen Jahren starke Ergebnisse erzielt und wird unsere Vermögensverwaltung künftig noch enger mit unseren anderen Geschäftsbereichen verbinden können."
Fabrizio Campelli zum Vizechef befördert
Die Personalie sei "ein starkes Signal für die Bedeutung der DWS für die Wachstumsstrategie der Deutschen Bank", lässt sich DWS-Aufsichtsratschef Oliver Behrens zitieren. Der Fondsanbieter hat es sich zum Ziel gesetzt, das Ergebnis je Aktie mittelfristig um zehn bis 15 Prozent zu steigern und die Cost-Income-Ratio bis 2027 unter 55 Prozent zu drücken.
Bisher wurde der Geschäftsbereich Vermögensverwaltung im Vorstand durch James von Moltke vertreten, der die Bank mit Ablauf seines Vertrages Ende Juni verlassen wird. Von Moltkes Position als stellvertretender Vorstandschef der Bank übernimmt zum 1. Juli Fabrizio Campelli. Er bleibt weiterhin Leiter der Unternehmensbank und der Investmentbank und behält im Vorstand die Verantwortung für die Regionen Amerika sowie Großbritannien und Irland.
Weitere Neubesetzungen im Vorstand und im Konzernleitungskomitee
Die Deutsche Bank gab daneben zwei weitere Änderungen im Topmanagement bekannt: Zum 1. Mai übernimmt Marie-Jeanne Deverdun im Vorstand die Rolle als Chief Technology, Data and Innovation Officer. Sie folgt auf Bernd Leukert, der die Bank mit Ablauf seines Vertrags Ende Juni verlassen wird. Deverdun arbeitet seit 16 Jahren für das Institut und hatte in dieser Zeit Führungspositionen in verschiedenen Bereichen inne, zuletzt als Chief Operating Officer für die Unternehmens- und Investmentbank.
Zudem wird Brent Phillips, Group Chief Security Officer der Deutschen Bank, ins Konzernleitungskomitee (GMC) berufen. Er kam 2021 zu dem Dax-Konzern und habe seither "die Art, wie die Bank Cyberrisiken und physische Bedrohungen erkennt und verhindert, erheblich verbessert", wie das Unternehmen mitteilt. Gleichzeitig habe er "eine stärkere Kultur des Risikobewusstseins gefördert". (bm/cf)




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