DWS-Chef genehmigt Neueinstellungen künftig selbst
Die DWS zieht die Zügel bei Neueinstellungen an. Künftig sollen externe Personalzugänge nur noch mit Zustimmung von Vorstandschef Stefan Hoops erfolgen – Teil eines umfassenderen Kostendisziplin-Programms.
DWS-Vorstandschef Stefan Hoops wird externe Neueinstellungen künftig persönlich genehmigen, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf informierte Kreise. Mit dem Schritt will die Fondstochter der Deutschen Bank ihre Ausgaben begrenzen und sich im Wettbewerb besser positionieren.
Wie zu hören ist, hat Hoops Führungskräfte angewiesen, frei werdende Stellen nicht mehr automatisch extern nachzubesetzen. Entsprechende Leitlinien seien den Beschäftigten bereits Anfang des Monats mitgeteilt worden.
Fokus auf interne Talente
In den vergangenen Jahren hatte der Frankfurter Vermögensverwalter die Zahl der Hochschulabsolventen deutlich erhöht. Künftig will die DWS stärker auf den Aufbau interner Talente setzen, um personelle Abgänge aufzufangen.
Auf diese Weise ließen sich Gehaltsaufschläge vermeiden, die üblicherweise notwendig sind, um Fachkräfte von Wettbewerbern abzuwerben, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Hoops habe zudem in den vergangenen Wochen mehrere ranghohe Mitarbeiter entlassen.
Ziel: Bessere Kosten-Ertrags-Quote
Hintergrund der Maßnahmen ist das Ziel, die Kosten-Ertrags-Quote weiter zu verbessern – eine zentrale Kennziffer für die Profitabilität. Am Mittwoch (28.1.) hatte die DWS ihr mittelfristiges Gewinnziel angehoben und erklärt, bis 2027 eine Kosten-Ertrags-Quote von unter 55 Prozent erreichen zu wollen.
Für 2025 hatte die Deutsche-Bank-Tochter mit 58 Prozent eine deutlich bessere Kosten-Ertrags-Quote erzielt als anvisiert, wie das Haus bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen am Donnerstag (29.1.) veröffentlichte. Im Jahresverlauf verzeichnete das Haus Nettomittelzuflüsse von 51 Milliarden Euro inklusive Geldmarkt und Beratungsmandaten. Im Vorjahr waren es 25,7 Milliarden Euro gewesen. Der Großteil entfiel einmal mehr auf die Passiv-Sparte Xtrackers, die mit ihren ETFs Zuflüsse von 32,6 Milliarden Euro verbuchte. Das insgesamt von der DWS verwaltete Vermögen kletterte auf 1.085 Milliarden Euro. (mb/ert/Bloomberg)




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