Die DC Bank AG, eine 100-Prozent-Tochter der Card Complete Service Bank AG, geht per 30.09.2022 vollständig in der Mutter auf. Das hat der Aufsichtsrat der Card Complete Service Bank AG beschlossen. Es handelt sich um eine rückwirkende Verschmelzung zum 31.12.2021, wie es in einer Aussendung heißt.

Alle Rechte und Pflichten von Kunden und Partnern würden unverändert bleiben, so Robert Zadrazil, Aufsichtsratsvorsitzender der Card Complete Service Bank AG. Ganz trifft das nicht zu. Für Kunden, die auf die Sicherheit der Einlagensicherung Wert legen, gilt es zu bedenken: Mit der Fusion fällt die Banklizenz der DC Bank weg. Wer bei beiden Anbietern einen Positivsaldo stehen hat, der kumuliert über die von der Einlagensicherung geschützten 100.000 Euro hinausgeht, der kann sich überlegen, den übersteigenden Betrag zu einer anderen Bank zu überweisen.

Die DC Bank AG vertrieb bisher die Diners-Club-Karten in Österreich, Deutschland, Polen, der Slowakei und der Tschechischen Republik. Außerdem war sie für den Vertrieb der Visa-Corporate-Produkte verantwortlich. Sie befand sich laut Card-Complete-Angaben seit Jahren im Besitz der Card Complete Service Bank AG. Diese gehört der Bank Austria (50,1 Prozent), der Raiffeisen Bank International (25 Prozent) sowie der Privatstiftung zur Verwaltung von Vermögensanteilen (AVZ-Stiftung) (24,9 Prozent). Die Card Complete Service Bank AG wiederum gibt Karten der Marken Visa und Mastercard aus. Die Gruppe hat laut den Angaben 1,2 Millionen Karteninhaber unter Vertrag. (eml)