Die Portfoliomanager von Blackrock, Legal & General Investment Management (LGIM) sowie Aviva Investors und UBS Asset Management lehnen auf Hauptversammlungen besonders häufig Personalien ab. Dies zeigt eine Auswertung des Datenanbieters Proxy Insight, der die Entscheidungen der Aktionärstreffen britischer Unternehmen auswertete und über die die Wirtschaftszeitung "Financial Times" berichtet.

Traditionell hielten sich Fondsgesellschaften mit Vetos gegen Personalien bei den Unternehmen, in die sie investieren, eher zurück. Sie suchten meist abseits der Aktionärstreffen den Dialog mit den Firmen. Diese Zurückhaltung bröckelt jedoch, da die Asset Manager zunehmend auf eine gute Unternehmensführung achten. Im Zuge dessen geraten Punkte wie überzogene Managergehälter oder die Besetzung von Führungspositionen mit Frauen in den Blickpunkt der Investoren.

Aufstand auf der Hauptversammlung
So erscheint die Ablehnungsquote von Vorstandsbesetzungen bei den vier "Berufsquerulanten" mit im Schnitt sieben Prozent zwar recht gering, liegt aber höher als in der Vergangenheit und im Vergleich zu anderen Fondsgesellschaften. So lehnen der Auswertung zufolge Franklin Templeton, Axa Investment Managers oder T. Rowe Price nur ein Prozent der Personalien ab. Bei den Hauptversammlungen in diesem Jahr sahen sich die britische Post (Royal Mail) sowie British American Tobacco mit besonders heftigen Revolten der Anteilseigner gegen ihre Personalvorschläge konfrontiert. (ert)