373 Gläubiger der Commerzialbank Mattersburg haben bisher Forderungen in Höhe von 809 Millionen Euro angemeldet, dazu kommen 77 Dienstnehmer mit einem Volumen von 3,3 Millionen Euro. Das war das Ergebnis der Prüfungs- und Berichtstagsatzung beim Landesgericht Eisenstadt am Montag, wie aus einem Bericht des Kreditschutzverbands KSV1870 hervorgeht.

Bisher hat der Masseverwalter nur Gläubigerforderungen im Umfang von 366 Millionen Euro anerkannt. Nach Einschätzung des KSV1870 ist jedoch davon auszugehen, dass nach näherer Prüfung noch weitere Forderungen anerkannt werden, sodass die Größenordnung der Passiva mit 800 Millionen Euro angenommen wird.

Damit handelt es sich – gemessen am Volumen der Passiva – um den drittgrößten Insolvenzfall der österreichischen Wirtschaftsgeschichte, wie die Aufstellung des KSV zeigt. Für das Burgenland ist es überhaupt die größte Insolvenz.

Zum Zeitpunkt der Konkurseröffnung waren 74 Dienstnehmer im Unternehmen beschäftigt. Derzeit stehen dem Masseverwalter-Team noch zwölf Mitarbeiter für die Abwicklung der Insolvenz zur Verfügung, heißt es. (eml)