Die Finanzaufsicht Bafin hat wegen Verstößen gegen Mitteilungspflichten eine Geldbuße in Höhe von 744.000 Euro gegen den Fondsriesen Blackrock verhängt. Dies geht aus einer Mitteilung der Behörde hervor. Die US-Gesellschaft habe Stimmrechtsmitteilungen nicht rechtzeitig abgegeben. Konkret richtet sich der Bescheid gegen die Niederlassung des Vermögensverwalters in Großbritannien, die Blackrock Investment Management (UK) Limited.

Blackrock betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Stimmrechtsangaben auf Konzernebene zwar korrekt gewesen sei, man aber zwischen August und Oktober 2018 die Stimmrechte den einzelnen Blackrock-Einheiten falsch zugeordnet habe. Den Fehler habe das Haus selbst an die Finanzaufsicht gemeldet. "Blackrock akzeptiert die von der Bafin verkündete Geldbuße und ist froh, dass das Thema damit erledigt ist", heißt es vonseiten des Unternehmens.

Bereits 2015 hatte die Behörde dem Asset-Management-Konzern ein Bußgeld wegen Verstößen gegen das Wertpapierhandelsgesetz auferlegt. Die Strafe hatte sich damals auf satte 3,25 Millionen Euro belaufen. Auch damals hatte Blackrock selbst die Verstöße gegen die Mitteilungspflichten angezeigt. (ert)