Die Bundesbank nimmt in Dortmund bald einen neuen Geldspeicher in Betrieb – und was für einen! Bei dem Neubau handelt es sich um kein gewöhnliches Gebäude, sondern um einen Hochsicherheitstrakt, der den legendären Phantastilliardär Dagobert Duck stolz machen würde: Der Komplex erstreckt sich auf rund 79.000 Quadratmeter und besteht aus einem vierstöckigen Kubus, der als Verwaltungstrakt fungiert, sowie mehreren Flachbauten, wo Geldtransporter Münzen und Scheine anliefern und Mitarbeiter das Geld entgegennehmen und einlagern. Das berichtet die "Wirtschaftswoche" (WiWo).

Kosten des Mega-Tresors: mehr als 300 Millionen Euro. Der Komplex ersetzt die bisherigen fünf Filialen in Dortmund, Bochum, Hagen, Essen und Düsseldorf. 200 Mitarbeiter sollen künftig von dort aus Geschäftsbanken und den Einzelhandel im Ballungsgebiet mit Bargeld versorgen. Wie viel genau dort gebunkert wird, verriet die Bundesbank auf Anfrage der WiWo nicht – wegen Sicherheitsbedenken.

Eröffnung im nächsten Jahr geplant
Die Bauarbeiten dauern seit mehr als vier Jahren an. 2014 begannen auf dem einstigen Kasernengelände an der Bundesstraße 1 die Erdarbeiten, zwei Jahre Später die Rohbauten. Im Sommer 2017 war Richtfest, zurzeit laufen Testarbeiten. Wann die Bundesbank den Komplex offiziell eröffnet, ist noch offen. Dafür hat der Mega-Tresor aber bereits einen Namen, berichtet die WiWo: Die Einheimischen nennen ihn liebevoll "Pott Knox". (fp)