Die US-Notenbank Fed untersucht derzeit die Rolle der Deutschen Bank im Geldwäsche-Skandal der Danske Bank. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dem Bericht zufolge prüft die Fed, ob die US-Tochter der Deutschen Bank die bei ihr durchgeleiteten Vermögen der estnischen Filiale der Danske Bank korrekt überwacht hat.

Der dänischen Bank wird vorgeworfen, dass ihre estnische Niederlassung zwischen 2007 und 2015 für Geldwäschegeschäfte von bis zu 9,1 Milliarden US-Dollar verwendet wurde. Die Geldwäsche-Affäre hat Dänemark erschüttert. "Es ist klar, dass die Danske Bank ihrer Verantwortung im Falle einer möglichen Geldwäsche in Estland nicht nachgekommen ist", sagte Thomas Borgen, Vorstandschef der Danske Bank. "Ich bereue das zutiefst." Im September verkündete er seinen Rücktritt.

Demokraten prüfen Geschäftsbeziehungen zu Trump
Die Fed ist nicht die einzige US-amerikanische Institution, die die Deutsche Bank aktuell im Visier hat. Wie das "Handelsblatt" berichtet, wollen hochrangige Vertreter der US-Demokraten die Geschäftsbeziehungen zwischen US-Präsident Donald Trump und der Deutschen Bank genauer auf mögliche Russland-Verbindungen untersuchen.

Bislang verweigert das Geldinstitut Einsicht in die Unterlagen mit Verweis auf das Bankgeheimnis. Eine Sprecherin der Deutschen Bank teilte dem "Handelsblatt" aber auf Nachfrage mit, bei berechtigten Untersuchungen zu kooperieren. (fp)