Die Deutsche Bank verkleinert ihre Kunstsammlung und verkauft daher einige wichtige Objekte. Dies berichtet das englischsprachige Fachmagazin für Kunst "The Art Newspaper" mit Sitz in London und New York auf seinem Online-Portal. Zu den veräußerten Werken gehöre auch ein Triptychon von Gerhard Richter mit dem Titel "Faust" aus dem Jahr 1981. 

Das Werk hängt noch in der Lobby des Deutsche-Bank-Turms in der New Yorker Wall Street. Das Geldhaus verlagert seinen Hauptsitz in der US-Metropole nun aber an den Columbus Circle, einen Platz südwestlich des Central Parks in Manhattan. Da das neue Gebäude über keine Lobby verfügt, die dem riesigen Triptychon Platz bieten könnte, muss das Gemälde aus der Kunstsammlung weichen.

Kein Preis genannt
Das Werk sei an einen privaten Sammler verkauft worden, sagt Friedhelm Hütte, der weltweit das Kunstprogramm der Deutschen Bank leitet, dem Fachmedium "The Art Newspaper". Einen Preis habe er nicht nennen wollen. Bereits im Dezember 2019 hatte die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) darüber berichtet, dass größte deutsche Geldinstitut werde seine Kunstsammlung verkleinern und auch Gemälde von Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde und Ernst Wilhelm Nay zum Kauf anbieten.

Die Kunstsammlung der Deutschen Bank sei mittlerweile von 59.000 Werken auf 55.000 geschrumpft, berichtet "The Art Newspaper". Sie sei aber immer noch die größte Sammlung in Unternehmensbesitz und weltweit eine der umfangreichsten. Die Bank wolle nach wie vor neue Werke aufstrebender Künstler erwerben. 

Kunst weiterhin fördern
"Die Deutsche Bank hält an ihrer Kunstsammlung fest und wird die zeitgenössische Kunst weiterhin fördern und sammeln, wenn auch in geringerem Maße als bisher", sagte Hütte. Das Unternehmen betrachte seine Kunstbestände als eine "atmende Sammlung". Es werde daher in Einzelfällen weiterhin Werke verkaufen, wenn diese nicht zum Fokus der Sammlung passten, der auf zeitgenössischen Zeichnungen und Fotografie liege. (am)